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Wechseljahrbeschwerden
Menopause
Der Übergang von der Zeit in der eine Frau noch Kinder bekommen kann, zu der Zeit danach bezeichnet man als Wechseljahre oder Menopause. Die Veränderung der Hormone und deren regelmässiges zyklisches Zusammenspiel beginnt jedoch sehr viel früher als der Ausfall der Menstruation und dauert über viele Jahre. Vermindert produziert werden neben den Oestrogenen auch das Gelbkörperhormon (Progesteron) und die männlichen Hormone (Androgene), die bei der Frau auch vorhanden sind.
Einige Frauen merken gar nichts von der Menopause, ja sie sind gar erleichtert dass die Blutung vorbei ist. Andere leiden unter mittleren bis starken Ausfallserscheinungen.
Was sind die häufigsten Symptome: Typisch sind Hitzewallungen, die vor allem bei arbeitstätigen Frauen sehr störend sein können oder in der Nacht so ausgeprägt, dass man mehrmals das Nachthemd wechseln muss.
Häufig klagen Frauen über psychische Veränderungen, z. B. Konzentrationsschwäche, Gedächtnisverschlechterung, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis zur depressiven Verstimmung.
Etwas später in der Menopause tritt häufig eine vaginale Trockenheit (=Atrophie) auf, somit vermehrte Blasenentzündungen und Reizblase.
Libidostörungen können hormonell bedingt sein, können aber auch andere Ursachen haben.
Therapie: Zu Beginn der Menopause lassen sich die Symptome häufig durch pflanzliche Präparate verbessern (Cimicifuga, Rotklee, Sojapräparate). Zudem wird zu viel Bewegung in der frischen Luft geraten.
Lokale Symptome wie vaginale Trockenheit behandelt man mit Fettcremes und/oder mit Oestrogen als Crémes oder Scheidenzäpfchen. Bei Geschlechtsverkehr sollte in der Menopause ein Gleitmittel verwendet werden.
Starke Symptome lassen sich in der Regel nur durch eine hormonelle Therapie (Tabletten, Gel, Pflaster) behandeln. Wenn die Gebärmutter bereits entfernt wurde, reichen Oestrogene allein, sonst ist eine Kombination aus Oestrogen und Gelbkörperhormon notwendig. Vor einer Therapie muss eine Mammographie und ein Ultraschall der Gebärmutterschleimhaut durchgeführt werden um einen evt. vorbestehenden Tumor nicht zu verpassen und durch die Hormone zu stimulieren.
Nach 5 Jahren Hormontherapie besteht ein geringgradig erhöhtes Risiko für Brustkrebs. Das Risiko von Rauchen, Uebergewicht oder Alkohol für die Entstehung eines Brustkrebs ist jedoch um ein vielfaches höher! Bei beestehenden Thrombosen (=Blutgerinnsel) oder vor kurzem durchgemachte Thrombosen ist eine Hormonersatztherapie nicht angezeigt.
Es ist wichtig, nach einiger Zeit zu überprüfen ob die Therapie noch notwendig ist.
Der günstige Nebeneffekt einer Hormonersatztherapie ist ein Schutz vor Osteoporose.

