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Malnutrition, Mangelernährung
Viele Patientinnen und
Patienten weisen bei Spitaleintritt mässige bis schwere
Ernährungsdefizite auf. Gründe dafür sind meistens chronische oder maligne (bösartige) Krankheiten, verminderte Mobilität, soziale Isolation, Armut oder rigide
Diäten.
Was bedeutet dies im Spitalalltag? Die Folgen einer
Mangelernährung beeinträchtigen den Therapieerfolg und die
Lebensqualität. Oft führt Mangelernährung zu einer signifikant höheren
Morbidität (Ausmass der Erkrankung): Mangelernährung kann eine Zunahme
von Infektionen, verminderte Wundheilung und anderes mehr bedeuten.
Viele
Patientinnen und Patienten sind aufgrund ihrer Erkrankung appetitlos.
Zudem fördert die Mangelernährung ein ausbleibendes Hungergefühl. Die
enge interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Pflege, ärztlichen Diensten,
Etagenservice und Küche ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit, um den
Ernährungszustand und die Chancen eines Therapieerfolges des Patienten
oder der Patientin zu verbessern.
Mangelernährung kann in ihrer klinischen Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden. Mit einer Prävalenz (Häufigkeit) von 30 - 65 Prozent der hospitalisierten Personen ist Malnutrition eine sehr häufige, aber leider zu wenig beachtete Krankheit.

