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Publikationen & Broschüren
Persönlich-Kolumne: Lehrzeit
Publikation im Tagblatt der Stadt Zürich
Daniel Leupi, Vorsteher Polizeidepartement
Wenn dieser Text im Tagblatt erscheint, bin ich seit zehn Tagen
im Amt; Pfingsten eingerechnet. Dass diese kurze Zeit für eine
erste Bilanz bei weitem nicht reicht, versteht sich von selbst. Was
also schreibt ein neuer Polizeivorsteher nach seiner ersten
Arbeitswoche?
Seit den Stadtratswahlen am 7. März habe ich eine intensive
Zeit erlebt, angefangene Arbeiten so geordnet wie möglich
abgegeben, Unmengen von Informationen verarbeitet, Berichte,
Dossiers und Protokolle gelesen, Gespräche mit künftigen
Mitarbeitenden geführt - und bei all dem versucht, auch
(Familien)Mensch zu bleiben.
Ich habe viel gelernt in diesen gut zwei Monaten, und ich
werde noch sehr viel lernen müssen, um in mein Amt als
Polizeivorsteher hinein zu wachsen. In den nächsten Monaten sehe
ich mich vor allem als interessierten Lehrling. Ein Lehrling
allerdings, der auch nach bestem Wissen und Gewissen Entscheidungen
zu treffen hat. Ich habe ein anspruchsvolles, spannendes Amt
angetreten, auf das ich mich freue, vor dem ich aber auch Respekt
habe.
Unterstützt werde ich in meiner Arbeit von erfahrenen und
engagierten Mitarbeitenden im Departementssekretariat und in den
Dienstabteilungen des Polizeidepartements. Diese Unterstützung ist
wichtig, und ich bin froh, sie zu bekommen.
Als Gemeinderat war es meine Aufgabe, die Arbeit des
Stadtrats und der Verwaltung kritisch zu begleiten. Jetzt bin ich
selber Mitglied der Exekutive und damit für einen Teil der
Verwaltung verantwortlich. Mein Blickwinkel wird sich mit
Sicherheit verändern, aber ich hoffe, weiterhin kritisch zu bleiben
- nicht zuletzt gegenüber mir selbst und meiner Arbeit. Wie gesagt:
eine spannende (Lehr)Zeit erwartet mich!
Daniel Leupi,
Vorsteher Polizeidepartement

